Ach ja, der Fahrradschlauch, ich komme nicht so recht los davon. Letzte Woche habe ich euch ja schon die Handytasche für meinen Schwager gezeigt, heute möchte ich euch gerne etwas mehr mit diesem Thema langweilen, auf die Nerven gehen die Zeit vertreiben. Wer also wenig Muse hat, übe sich im querlesen, Bilder gucken oder lässt es einfach weniger auf sich einrieseln.
Also begonnen hat die Geschichte vor über einem Jahr, als ich gern für meine Schwester eine Planentasche nähen wollte, einige Versuche und viel Augenoffenhalten ließen mich vermuten, das manche Taschen mit Fahrradschlauch umrandet waren.
Fahrradschlauch, ist das nicht ein super Material für jemanden, der fast täglich mit dem Radl zur Arbeit fährt?! Gedacht, getestet... Radhändlers Müll geplündert und nach einigen Versuchen gravierende Unterschiede beim Material festgestellt.
Aber eine Gelinggarantie gab es garnicht. Im Sommer nähte ich mit Erfolg ein Herzschlamperle von der Farbenmix CD, war voller Elan und nähte sofort, mit gleicher Einstellung und aus dem gleichen Schlauch eine Nummer 2, die völlig verzogen war. Voll blöd!!!!
Sämtlicher Schlauch durfte sofort in die hinterste Ecke.
Im Herbst dann die neue Maschine und natürlich durfte beim Probenähen und zur Unterstützung der Kaufentscheidung der Schlauch nicht fehlen.
Anstandslos hat es im Geschäft funktioniert. 80er Nadel, Teflonfuß (klar habe ich für die alte auch), verstellbarer Füßchendruck. Klar gekauft.
und daheim.... immer wie Madame es gerade will....
Die Maschine aber sonst in allen anderen Bereichen meine Freundin.
Na, da habe ich wieder lange pausiert und immer wieder einige Unfertigkeiten und Verzogenheiten in der Hand gehabt.
Am Wochenende dann neuerliche Testreihen.
Diese beiden Handytaschen:
Könnte schlimmer sein, okok also ich bin sehr zufrieden, bis auf: der potentielle Besitzer hatte Farben verboten.
Bunt kann jeder ;o(
Und was soll ich sagen, zufrieden mit meinen Ergebnissen war ich motiviert zu weiteren Experimenten.
Dieses gute Stück lag halbfertig rum, weil mir das Schließen der Reifenseiten Kopfzerbrechen bereitet hat. Da meine Beste ja so lieb ist, habe ich gaaaaaanz langsam und mit einer Ledernadel versucht auch über die dicken Stellen zu nähen und siehe da, mehr schlecht als recht, aber immerhin gelungen:
hier noch die Rückseite:
Dieses Stück habe ich euch geknipst, weil man vielleicht schon auf dem Foto die Materialunterschiede zum nächsten Bild erkennen kann:
Seht ihr, das Material ist dünner, dafür aber auch "ausgeleierter":
Hier gebe ich noch mal mit den Nähten an, kaum ein Stich ist ausgelassen (jaja schmunzelt ihr nur, ich für meinen Teil bin stolz ;o) )
Tada!!!!! und hier mein Stolz mein Bestes bisher aus Fahradschlauch genähtes Stück
diese kleine Tasche...
nochmal schön hübsch von gaaaaaaanz nah...
und (klar) von hinten:
So ihr Lieben, wer brav bis hierhin durchgehalten hat, der darf mir jetzt noch seine Meinung zum Thema "Träger" kundtun, ich hätte an dünnes Baumwollgurtband an den Karabinern gedacht, zwei kurze (rechts und links) und ein langes, je nachdem, was man vorhat. Da isser aber wieder, der inessel-Geiz: 6 Karabiner an einer Tasche eieieieieieieieieieiei....
Das kurze Gurtband an die D-Ringe nähen und wundern warum der lange Träger mit Karabinern dann doof und wurschtelig aussieht?!
Nur 2 kurze am Karabiner?
Nur ein langer, diagonal und anderes Taschengebaumel (Häkelblümchens ---- *hihi*) an die übrigen D-Ringe?
Nun ihr seht, ich denke noch.
Bis dahin wird verlinkt zum
Creadienstag und zum
Upcycling Dienstag.
Herzlichen Dank, dass ihr bis hierhin durchgehalten habt, jetzt entlasse ich euch wieder in die Sonne.
Seid ganz lieb gegrüßt
von Ines